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Weg von falscher
Geistlichkeit
"Gut gemacht! Das war wunderschön."
"Oh, das war ich nicht, das war der Herr."
"Aber ich bin sicher, ich hab gesehen, wie sich deine Lippen
bewegt haben."
"Oh, du weisst, was ich meine."
"Ja, aber weisst du, was du meinst?"
Oft reden wir so, weil unser Denken durcheinander ist. Wenn das der
Herr war, wenn ich etwas gutgemacht habe, wer war es dann, wenn etwas
danebengeht? Der Teufel? Ich? Viele Christen haben Identitätsprobleme
und einer der Nebeneffekte ist der Verlust der Rechenschaft. Mit einem
echten Wunsch, Gott die Ehre zu geben, wissen wir nicht genau, wie wir
da hineinpassen.
Sicher, wenn Gott uns nicht geholfen hätte, hätten wir es
niemals so gut gemacht. Daher lehnen wir jedes Lob ab, aus Angst, Gott
seiner Ehre zu berauben. Aber sind wir nur Marionetten in Gottes Hand?
Das geht soweit, daß wir keine Identität oder Bedeutung
mehr haben. Sollte es unser höchstes Ziel sein, unsichtbar zu
sein, damit Jesus verherrlicht ist? Ist das wirklich, was Gott von uns
verlangt?
"Herr, verbirg heute morgen den Prediger, damit wir nur Jesus
sehen." Vielleicht kommt er dieser Bitte nach und lässt sich
hinter sein Pult fallen.
Sicher will Gott, dass seine Diener gesehen werden.
Und wir müssen auch aufpassen, daß wir Gott seine Ehre
nicht rauben. Paulus passte auf, dass er nicht Ehre von Menschen
annahm, aber er zögerte auch nicht, zu sagen: "Macht mich
nach!" Er hätte sich sicher nicht einen Autoaufkleber wie:"Folge
nicht mir, folge Jesus" aufs Auto geklebt. Er wies auf sich und
sagte: "Folge mir". Zu den Philippern sagte er:"Was ihr
in mir gesehen und gehört habt, das tut, und der Gott des
Friedens wird mit euch sein." Die Fleischwerdung zeigt dasselbe.
Die Herrlichkeit konnte gesehen werden, nicht weg von, sondern durch
die menschliche Form. So sagte Paulus später, "wir sind
lebendige Briefe, um gelesen zu werden." Den Prediger, oder ein
anderes Kind Gottes daher zu verstecken, geht an den Absichten Gottes
vorbei.
Ein enormes Wunder, dass der unsichere und sich selbst ablehnende
Gideon so auf Gottes persönl. Ermutigung reagierte, daß er
am Ende seine Nachfolger dazu auffordern konnte: "Ein Schwert für
den Herrn und Gideon". Er war bereit seine eig. Verantwortung als
Leiter zu übernehmen. Gott fühlt sich nicht bedroht durch
seine eigenen Helden. Es macht ihm Freude, sie als ein Beispiel zu
setzen für andere ihnen zu folgen, wie in Hebräer 11. Gott
will nicht gesichtslose Nachfolger. Alles, was uns abhält unsere
eig. Verantwortung vor Gott zu übernehmen, ist gefährlich,
auch wenn es sich tief geistlich anhört.
Terry Virgo
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