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In einer
Fussballmannschaft erfüllt jeder seinen Platz, jeder ist darauf
trainiert seine Aufgabe auszufüllen. Der Torwart, die
Verteidiger, Spieler im Mittelfeld und Stürmer, und nur so können
sie gemeinsam als Team Erfolg haben.
Es gibt da für die Gemeinde etwas zu lernen! Haben wir erkannt,
dass im Körper Christi (Leib Christi) jedes Glied ein
funktionierender Teil ist? Wenn nur 15% des menschlichen Körpers
nicht mehr funktioniert, stirbt der Mensch - und die Gemeinde ist
ein Körper!
Unser Ruf zu Gott ist nicht nur eine persönl. Sache. In der
Gemeinde gibt es keinen Platz für Einzelgänger. Gottes
Wunsch ist Epheser 4:13-15. "...daß wir zusammen
die Einheit des Glaubens usw."
Unterschiedlich, aber notwendig
Teamwork bringt ein neues Gefühl der Sicherheit, es schafft aber
auch Probleme, weil Gott uns alle anders gemacht hat. "Wie um
Himmels Willen kann ich mit Peter zusammenarbeiten? Er ist so anders
als ich." Natürlich, so hat Gott ihn gemacht. Peter, Klaus,
Beate und alle andern Christen haben Stärken und Schwächen
und wie das Fussballteam, du kommst alleine nicht klar, denn so hat
Gott die Gemeinde nicht entworfen. Jeder vom Apostel bis zur Putzfrau
ist vom Rest abhängig.
In deiner Ortsgemeinde gibt es Laute, Leise, Perfektionisten und
Lockere usw. Jesus hatte sicher das gleiche Problem mit seinen
Nachfolgern. Wie konnte er solch verschiedene Charaktere in ein mächtiges,
wirksames Team verbinden? Er brachte ihnen bei, zu lieben, zu
vertrauen und einander zu dienen und den andern mit seinen
Unterschieden anzunehmen und zu schätzen.
Du bist ok, wenn du wie ich bist
Jemand zu akzeptieren, weil er "es auf meine Weise sieht",
heisst eigentlich nichts andres, als mich als den absoluten Standard
hinzustellen. Die Nachfolger mussten lernen auf den andern zu hören
und gegenseitig Respekt zu haben, wenn sie alle voneinander Nutzen
haben wollten.
Sie verbanden sich auch untereinander.Wenn wir wachsen wollen, dürfen
unsere Beziehungen untereinander nicht mehr oberflächlich sein.
Wir brauchen alle unsere Brüder und wir müssen uns
mit ihnen beziehen mit Tiefgang. Der Charakter von Jesus wird in uns
geformt in einer Teamsituation, geprägt von tiefer Verbindung.
Der Körper braucht Beine
Die herkömmliche Gemeinde ist wie ein Bus: Einer sitzt vorne und
fährt, alle andern sitzen und schauen in eine Richtung und tun
nichts und ab und zu kommt einer rum und sammelt das Geld ein.
Wie traurig, dass die Gemeinde so geworden ist. Jahrelang haben wir
uns auf den Prediger verlassen, der wie ein Jongleur immer alle Teller
auf den Stöcken am Drehen hält und von einem zum andern
rennt. Ich bin dankbar, dass wir erneut sehen die Wichtigkeit von
Diensten, die eine Beziehung miteinander haben, zusammengefügt in
korporativer Stärke.
Der Ruf Gottes bezieht sich nicht nur auf die öffentlichen
Dienste der Apostel, Propheten, Evangelisten, Pastoren und Lehrer. Während
diese wichtig sind, um die andern Glieder auszurüsten, wenn sie
die einzigsten Dienste wären, hätte die Gemeinde
Schlagseite, wie ein Mann mit nur einem Bein! Die Gemeinde,
wie eine Business-Korporation, ist auch abhängig von dem "Dienst"
der Organisation. Auch dieser Dienst sollte mit Exzellenz ausgeübt
werden.
Das Business des Königs
Ein effizientes Business braucht daher auch die Expertise des
Managements, der Verwaltung, Schreibkräfte, Techniker uvm. Der
Hauptmanager rennt nicht herum und macht alle Arbeiten selber, und ein
Programmierer würde auch nicht die Pflichten der Sekretärin übernehmen.
Aber jeder ist in seinem Feld wichtig. Erkennen wir doch, der Körper
von Jesus ist voll verschiedener Fähigkeiten.
Es kann funktionieren
Wir müssen die richtige Stimmung herstellen, um im Team richtig
zu funktionieren. Die Gemeinde besteht nicht nur aus Geschäftsleuten.
In meiner Gemeinde in Southampton habe ich schon oft gespürt, wie
die Atmosphäre von Liebe und Entspannung geprägt war und oft
haben das auch Besucher gesagt.
Wenn wir reifen und stark werden wollen, ist es von allerhöchster
Wichtigkeit, dass wir treu und loyal einander gegenüber sind. Ein
Körper, der gegen sich selbst eingestellt ist, wird krank und
schliesslich versagen. Einen Aspekt in dieser Hinsicht vermisse ich in
vielen Gemeinden - Ermutigung. Loyalität heisst nicht, dem Bruder
zu sagen, was er nicht oder schlecht tut, sondern ihn aufzubauen.
Schliesslich werden wir alle auferbaut zu einem geistlichen Haus (1.
Petr. 2:5). Es ist gut, sich als Teil einer Familie zu fühlen und
den Segen zu erleben, unsere Leben miteinander zu teilen, anstatt als
einsame Christen zu leben. Dieser Segen erreicht seine Fülle,
wenn wir diese Beziehungen entwickeln in praktischen
Lebenssituationen, indem wir zusammen sind.
Teamleiter
Einn praktischer Aspekt von Teamdienst ist Unterordnung zu Autorität.
Dies befreit unsere Persönlichkeiten in der Sicherheit, daß
andere nach uns sehen und Gottes Bestes für uns wollen. Der Herr
hat Ordnung und Übersicht in seiner Gemeinde vor, zur Führung
und zum Schutz der Herde. Meine Unterordnung unter die Herr-schaft
Jesus enthält meine volle Unterstützung der Vision und
Richtung, die den Leitern für die Gemeinde gegeben ist.
Man denke dran - Leiter sind dem Herrn gegenüber Rechenschaft
schuldig. Sie haben sich nicht selbst gewählt, sondern sind in
den Körper Jesus plaziert worden. Bin ich daher bereit, grosse
Anliegen meines Lebens der Beratung, Leitung und wenn nötig
Richtung vor Leitern zu öffnen.
Kommunikation beachten
Wie gut teilst du dich mit? Wir teilen uns mit durch Aktion und Wort,
sogar Schweigen ist eine Botschaft. Viele Probleme entstehen durch das
Weitergeben von falscher Information. Es gibt ein Spiel, wobei eine
Geschichte leise weitergegeben wird und wenn sie beim letzten
angelangt ist, ist sie nicht mehr wiederzuerkennen.
Gibt es in unserer Gemeinde Klatsch, wobei nicht selten auch Kritik
dabei ist? Kritik ist nur recht, wenn sie konstruktiv und an die
entsprechende Person gerichtet ist.
Wie wir etwas sagen ist genauso wichtig, als was wir
sagen. Ebenso ist es wichtig, wie wir empfangen, was andere zu uns
sagen. Lasst uns offen und ehrlich sein, dabei aber einfühlsam
und liebevoll.
Es ist wunderbar aus der Isolation herauszutreten und ein Gefühl
der Zugehörigkeit zu empfinden und voneinander abhängig zu
sein, anstatt "unabhängig" zu sein, wie die Welt es uns
weis machen will.
Ron Tempest |