Wiederherstellung der Gemeinde
Wiederherstellung, Restoration, Erneuerung

Eine prophetische Stimme - September 98

Zwischenmenschliche Beziehungen

In einer Fussballmannschaft erfüllt jeder seinen Platz, jeder ist darauf trainiert seine Aufgabe auszufüllen. Der Torwart, die Verteidiger, Spieler im Mittelfeld und Stürmer, und nur so können sie gemeinsam als Team Erfolg haben.
Es gibt da für die Gemeinde etwas zu lernen! Haben wir erkannt, dass im Körper Christi (Leib Christi) jedes Glied ein funktionierender Teil ist? Wenn nur 15% des menschlichen Körpers nicht mehr funktioniert, stirbt der Mensch - und die Gemeinde ist ein Körper!
Unser Ruf zu Gott ist nicht nur eine persönl. Sache. In der Gemeinde gibt es keinen Platz für Einzelgänger. Gottes Wunsch ist Epheser 4:13-15. "...daß wir zusammen die Einheit des Glaubens usw."

Unterschiedlich, aber notwendig
Teamwork bringt ein neues Gefühl der Sicherheit, es schafft aber auch Probleme, weil Gott uns alle anders gemacht hat. "Wie um Himmels Willen kann ich mit Peter zusammenarbeiten? Er ist so anders als ich." Natürlich, so hat Gott ihn gemacht. Peter, Klaus, Beate und alle andern Christen haben Stärken und Schwächen und wie das Fussballteam, du kommst alleine nicht klar, denn so hat Gott die Gemeinde nicht entworfen. Jeder vom Apostel bis zur Putzfrau ist vom Rest abhängig.
In deiner Ortsgemeinde gibt es Laute, Leise, Perfektionisten und Lockere usw. Jesus hatte sicher das gleiche Problem mit seinen Nachfolgern. Wie konnte er solch verschiedene Charaktere in ein mächtiges, wirksames Team verbinden? Er brachte ihnen bei, zu lieben, zu vertrauen und einander zu dienen und den andern mit seinen Unterschieden anzunehmen und zu schätzen.

Du bist ok, wenn du wie ich bist
Jemand zu akzeptieren, weil er "es auf meine Weise sieht", heisst eigentlich nichts andres, als mich als den absoluten Standard hinzustellen. Die Nachfolger mussten lernen auf den andern zu hören und gegenseitig Respekt zu haben, wenn sie alle voneinander Nutzen haben wollten.
Sie verbanden sich auch untereinander.Wenn wir wachsen wollen, dürfen unsere Beziehungen untereinander nicht mehr oberflächlich sein. Wir brauchen alle unsere Brüder und wir müssen uns mit ihnen beziehen mit Tiefgang. Der Charakter von Jesus wird in uns geformt in einer Teamsituation, geprägt von tiefer Verbindung.

Der Körper braucht Beine
Die herkömmliche Gemeinde ist wie ein Bus: Einer sitzt vorne und fährt, alle andern sitzen und schauen in eine Richtung und tun nichts und ab und zu kommt einer rum und sammelt das Geld ein.
Wie traurig, dass die Gemeinde so geworden ist. Jahrelang haben wir uns auf den Prediger verlassen, der wie ein Jongleur immer alle Teller auf den Stöcken am Drehen hält und von einem zum andern rennt. Ich bin dankbar, dass wir erneut sehen die Wichtigkeit von Diensten, die eine Beziehung miteinander haben, zusammengefügt in korporativer Stärke.

Der Ruf Gottes bezieht sich nicht nur auf die öffentlichen Dienste der Apostel, Propheten, Evangelisten, Pastoren und Lehrer. Während diese wichtig sind, um die andern Glieder auszurüsten, wenn sie die einzigsten Dienste wären, hätte die Gemeinde Schlagseite, wie ein Mann mit nur einem Bein! Die Gemeinde, wie eine Business-Korporation, ist auch abhängig von dem "Dienst" der Organisation. Auch dieser Dienst sollte mit Exzellenz ausgeübt werden.

Das Business des Königs
Ein effizientes Business braucht daher auch die Expertise des Managements, der Verwaltung, Schreibkräfte, Techniker uvm. Der Hauptmanager rennt nicht herum und macht alle Arbeiten selber, und ein Programmierer würde auch nicht die Pflichten der Sekretärin übernehmen. Aber jeder ist in seinem Feld wichtig. Erkennen wir doch, der Körper von Jesus ist voll verschiedener Fähigkeiten.

Es kann funktionieren
Wir müssen die richtige Stimmung herstellen, um im Team richtig zu funktionieren. Die Gemeinde besteht nicht nur aus Geschäftsleuten. In meiner Gemeinde in Southampton habe ich schon oft gespürt, wie die Atmosphäre von Liebe und Entspannung geprägt war und oft haben das auch Besucher gesagt.
Wenn wir reifen und stark werden wollen, ist es von allerhöchster Wichtigkeit, dass wir treu und loyal einander gegenüber sind. Ein Körper, der gegen sich selbst eingestellt ist, wird krank und schliesslich versagen. Einen Aspekt in dieser Hinsicht vermisse ich in vielen Gemeinden - Ermutigung. Loyalität heisst nicht, dem Bruder zu sagen, was er nicht oder schlecht tut, sondern ihn aufzubauen. Schliesslich werden wir alle auferbaut zu einem geistlichen Haus (1. Petr. 2:5). Es ist gut, sich als Teil einer Familie zu fühlen und den Segen zu erleben, unsere Leben miteinander zu teilen, anstatt als einsame Christen zu leben. Dieser Segen erreicht seine Fülle, wenn wir diese Beziehungen entwickeln in praktischen Lebenssituationen, indem wir zusammen sind.

Teamleiter
Einn praktischer Aspekt von Teamdienst ist Unterordnung zu Autorität. Dies befreit unsere Persönlichkeiten in der Sicherheit, daß andere nach uns sehen und Gottes Bestes für uns wollen. Der Herr hat Ordnung und Übersicht in seiner Gemeinde vor, zur Führung und zum Schutz der Herde. Meine Unterordnung unter die Herr-schaft Jesus enthält meine volle Unterstützung der Vision und Richtung, die den Leitern für die Gemeinde gegeben ist.

Man denke dran - Leiter sind dem Herrn gegenüber Rechenschaft schuldig. Sie haben sich nicht selbst gewählt, sondern sind in den Körper Jesus plaziert worden. Bin ich daher bereit, grosse Anliegen meines Lebens der Beratung, Leitung und wenn nötig Richtung vor Leitern zu öffnen.

Kommunikation beachten
Wie gut teilst du dich mit? Wir teilen uns mit durch Aktion und Wort, sogar Schweigen ist eine Botschaft. Viele Probleme entstehen durch das Weitergeben von falscher Information. Es gibt ein Spiel, wobei eine Geschichte leise weitergegeben wird und wenn sie beim letzten angelangt ist, ist sie nicht mehr wiederzuerkennen.
Gibt es in unserer Gemeinde Klatsch, wobei nicht selten auch Kritik dabei ist? Kritik ist nur recht, wenn sie konstruktiv und an die entsprechende Person gerichtet ist.
Wie wir etwas sagen ist genauso wichtig, als was wir sagen. Ebenso ist es wichtig, wie wir empfangen, was andere zu uns sagen. Lasst uns offen und ehrlich sein, dabei aber einfühlsam und liebevoll.

Es ist wunderbar aus der Isolation herauszutreten und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu empfinden und voneinander abhängig zu sein, anstatt "unabhängig" zu sein, wie die Welt es uns weis machen will.

Ron Tempest

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Seite erstellt: 7. 7. 1998 - zuletzt updated: 14. 7. 1998
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