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"Könntest du
mir wohl helfen. Ich bin nicht ganz sicher, was mein Dienst ist."
Viele, die ihren von Gott bestimmten Platz in der Gemeinde Christi, im
Körper Christi, finden wollen, tun sich schwer dabei.
In unserm natürlichen Körper ist das kein Problem. Es gibt
keine Hände oder Füsse, die fragen, was sie denn tun
sollten. Warum dann soviel Verlorenheit im Leib/Körper Christi?
Weil wir Dienste als getrennte Sachen verstehen. Im Körper würden
wir nie davon sprechen: "das Amt meiner Hand", "der
Dienst meiner Ohren".
Du bist ein ganzes lebendiges Wesen, nicht eine Serie von
verschiedenen Funktionen. Und alle Funktionen in einem gesunden Kind
entwickeln sich zusammen. Wir geben nur dann spezielle Unterstützungsprogramme,
wenn das eine oder andre Glied seinen Dienst versagt. Im geistlichen Körper
hat Gott geplant, dass die Hand dem ganzen Körper dient, und
nicht nur ein paar Kunststückchen vorführt, um zu zeigen,
wie wunderbar es zusammengebaut ist: "Schau ich kann mit meinen
Fingern wackeln". Ebensogut braucht die Hand auch nicht extra
mitzuteilen:" Ich bin eine Hand". Ohne Körper ist sie nämlich
nutzlos. Bist du Prophet oder Pastor? Dann diene dem Körper in
dieser Rolle - ausser ihm bist du nichts.
Wie findet denn ein Mitglied seine Funktion?
Frage 1: Was gibt es für Bedürfnisse? Wer braucht den
Dienst?
"Dienst" beeinhaltet "dienen". Keine Antwort auf
diese Frage? - Dann bist du wie ein Musiker in einem Orchester, der
sich fragt, was er spielen soll, obwohl das Notenblatt direkt vor ihm
liegt! Die Hand fängt den Tag nicht an:" Was mach ich heute
bloss?" Sie reagiert auf die Bedürfnisse des Körpers,
so wie der Kopf die Anweisungen ausgibt: "Linkes Bein juckt,
bitte kratzen."
Wenn du am Dienst im Körper denkst, denke nicht gleich an die "GROSSEN
5" von Epheser 4,11. Strebe nach der Liebe, aber ernsthaft wünsche
dir geistliche Gaben - 1.Kor. 14,1.
Nach Liebe streben heisst mehr als nur Freund sein. Es bedeutet die
Bedürfnisse unseres Freundes zu sehen und ihm dann zu dienen. Ich
muss nicht mit einem bereits zurechtgepackten, sterilisierten Päckchen
"Dienst" zu meinem bedürftigen Freund kommen, der in
keinem Zusammenhang zu seinem Mangel steht. Ich muss jede Gabe mit
relevanter, liebevoller Fürsorge einpacken wie ein Geschenk.
Streben nach Liebe bedeutet fragen: Wie kann ich meinen Freund befähigen
wirksamer in SEINEN Gaben zu sein. Wie kann ich den Druck von seinem
Familienleben nehmen. Wie kann ich ihn anregen zu seiner Liebe zu
Gott? Wie kann ich ihm eine Hilfe und Trost sein? Wie kann ich ihm in
seiner finanziellen Krise beistehen. Vielleicht muss ich einige dieser
Fragen ehrlich beantworten mit "ich weiss nicht", oder "ich
kann nicht". Aber in einigen Fällen werde ich wissen, ob ich
ihm ein Schriftwort gebe oder einen Hundertmarkschein. Wenn du die
Einstellung eines Gebers annimmst, wirst du entdecken, dass die Bedürfnisse
und der Mangel der Menschen deine Gaben und deinen Dienst
hervorbringen.
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