Wiederherstellung der Gemeinde
Wiederherstellung, Restauration, Erneuerung

Eine prophetische Stimme - November 98

Allgemeingut

"Könntest du mir wohl helfen. Ich bin nicht ganz sicher, was mein Dienst ist." Viele, die ihren von Gott bestimmten Platz in der Gemeinde Christi, im Körper Christi, finden wollen, tun sich schwer dabei.

In unserm natürlichen Körper ist das kein Problem. Es gibt keine Hände oder Füsse, die fragen, was sie denn tun sollten. Warum dann soviel Verlorenheit im Leib/Körper Christi? Weil wir Dienste als getrennte Sachen verstehen. Im Körper würden wir nie davon sprechen: "das Amt meiner Hand", "der Dienst meiner Ohren".

Du bist ein ganzes lebendiges Wesen, nicht eine Serie von verschiedenen Funktionen. Und alle Funktionen in einem gesunden Kind entwickeln sich zusammen. Wir geben nur dann spezielle Unterstützungsprogramme, wenn das eine oder andre Glied seinen Dienst versagt. Im geistlichen Körper hat Gott geplant, dass die Hand dem ganzen Körper dient, und nicht nur ein paar Kunststückchen vorführt, um zu zeigen, wie wunderbar es zusammengebaut ist: "Schau ich kann mit meinen Fingern wackeln". Ebensogut braucht die Hand auch nicht extra mitzuteilen:" Ich bin eine Hand". Ohne Körper ist sie nämlich nutzlos. Bist du Prophet oder Pastor? Dann diene dem Körper in dieser Rolle - ausser ihm bist du nichts.

Wie findet denn ein Mitglied seine Funktion?
Frage 1: Was gibt es für Bedürfnisse? Wer braucht den Dienst?

"Dienst" beeinhaltet "dienen". Keine Antwort auf diese Frage? - Dann bist du wie ein Musiker in einem Orchester, der sich fragt, was er spielen soll, obwohl das Notenblatt direkt vor ihm liegt! Die Hand fängt den Tag nicht an:" Was mach ich heute bloss?" Sie reagiert auf die Bedürfnisse des Körpers, so wie der Kopf die Anweisungen ausgibt: "Linkes Bein juckt, bitte kratzen."

Wenn du am Dienst im Körper denkst, denke nicht gleich an die "GROSSEN 5" von Epheser 4,11. Strebe nach der Liebe, aber ernsthaft wünsche dir geistliche Gaben - 1.Kor. 14,1.

Nach Liebe streben heisst mehr als nur Freund sein. Es bedeutet die Bedürfnisse unseres Freundes zu sehen und ihm dann zu dienen. Ich muss nicht mit einem bereits zurechtgepackten, sterilisierten Päckchen "Dienst" zu meinem bedürftigen Freund kommen, der in keinem Zusammenhang zu seinem Mangel steht. Ich muss jede Gabe mit relevanter, liebevoller Fürsorge einpacken wie ein Geschenk.

Streben nach Liebe bedeutet fragen: Wie kann ich meinen Freund befähigen wirksamer in SEINEN Gaben zu sein. Wie kann ich den Druck von seinem Familienleben nehmen. Wie kann ich ihn anregen zu seiner Liebe zu Gott? Wie kann ich ihm eine Hilfe und Trost sein? Wie kann ich ihm in seiner finanziellen Krise beistehen. Vielleicht muss ich einige dieser Fragen ehrlich beantworten mit "ich weiss nicht", oder "ich kann nicht". Aber in einigen Fällen werde ich wissen, ob ich ihm ein Schriftwort gebe oder einen Hundertmarkschein. Wenn du die Einstellung eines Gebers annimmst, wirst du entdecken, dass die Bedürfnisse und der Mangel der Menschen deine Gaben und deinen Dienst hervorbringen.

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Seite erstellt: 7. 7. 1998 - zuletzt updated: 30. 10. 1998
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