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Apostelg. 2:46 "...
sie brachen in den einzelnen Häusern das Brot und nahmen die
Mahlzeiten ein mit Freude..."
Vielerorts sind Hauskreise nur ein Anhängsel an den allgemeinen
Gemeindebetrieb. Nicht selten im Gemeindegebäude, anstatt
wirklich bei jemandem Zuhause. Bestehend aus Singen, Bibelstudium,
Gebet und anschliessendem Gespräch mit Kaffee und Keksen o.ä.
Alles gute Dinge. Aber nicht selten ist das Gute der Feind des
Besten.
Gott hat nicht umsonst die Menschen zur Zeit der ersten Gemeinde
geleitet sich von Haus zu Haus zu treffen. In Gebieten mit Verfolgung,
wie China z.B. ist dies die einzigste Versammlungsform. Aber auch in
unsern Gemeinden sollten wir uns immer mehr dahin bewegen, sog.
Hauskirchen oder Hausgemeinden zu werden.
Was versteht man darunter und was für Vorteile soll das
haben?
Darunter versteht man, dass die Gemeinde auf Hauskreise aufgebaut
ist. Der Fokus wird verlagert von der Hauptversammlung auf die
Hauskreise, in denen der grosse Teil der Gemeinschaft und
Freundschaften stattfindet.
Hier ist das Saatbeet von Freundschaften, hier ist das
Experimentierfeld für geistliche Gaben. Hier darf ich Ausüben,
was der Herr mir aufs Herz legt und werde dabei gefördert und
ermutigt und falls notwendig korrigiert. Hier erfährt jeder
individuelle Aufmerksamkeit.
Hier darf ich auch für mich beten lassen über meine Kopf-
oder Rückenschmerzen hinaus. Denn die Mitglieder im Hauskreis
sind wie meine christliche Familie. Hier darf ich auch Probleme erzählen,
für die gebetet wird gerade an Ort und Stelle. Deshalb sind in
den Hauskreisen auch keine Nichtchristen. Für Nichtchristen ist
der allgemeine Gottesdienst, die Evangelisationveranstaltungen,
Alphakurse, die gesellschaftlichen Zusammenkünfte, Banquets,
Grillfeste usw. Aber da kommen wir später noch drauf.
Es besteht kein Grund zu warten bis die
Gemeinde grösser wird ehe Hauskreise implementiert werden.
Hauskreise sind keine gute Idee oder ein neues Konzept o.ä. Es
ist Gottes Wille für eine gesunde Gemeinde. Es ist biblischer
Lebenstil. Eine Gemeinde, die wachsen will, wird flächendeckend
Hauskreise haben.
Das Potential zur Förderung von Beziehungen untereinander zum
Lernen miteinander umzugehen ist enorm. Und zwischenmenschliche
Beziehungen ist nun mal der wunde Punkt bei vielen Menschen, besonders
in einer Gesellschaft, die Singleness, Vereinsamung und Egoismus fördert.
Daher ist der Hauskreis der Garten, in dem die Pflanzen wachsen dürfen.
Hier werden sie begossen, erfahren Liebe usw. Hier geht es in erster
Linie auch um Anbetung, Lobpreis, Hören von Gottes Wort UND
gesellschaftliches Knüpfen von Bundesbeziehungen. Also spielen
wir auch miteinander.
Es geht um gegenseitiges Kennenlernen, um das Öffnen der Herzen
miteinander. Daher gibt es auch gemeinsame Essen, gemeinsame Ausflüge,
Spieleabende, wo überhaupt nicht Bibel gelesen wird oder gebetet
wird o.ä. (o schreck!). Mit Sicherheit sind wir genauso mit dem
hl. Geist erfüllt, wenn wir Monopoly, Trivial Pursuit oder
Fussball spielen.
Unser Modell für Hauskreise ist Jesus mit seinen 12 Nachfolgern.
Das war der Prototyp des Hauskreises. Hier teilte Jesus von sich mit,
hier unterwies er seine Jünger, erzählte ihnen Geschichten
und Gleichnisse, hier assen sie zusammen, arbeiteten sie zusammen
(Fischfang) uvm. Er zog sie zu sich und hatte Gemeinschaft mit ihnen,
um Gott kennenzulernen
Ein Wort zu Hauskreisleitern
Idealerweise ist ein Ehepaar bzw. eine Familie zusammen
Hauskreisleiter. In seltenen Fällen auch ein befähigter
Single. Aber man darf nicht vergessen die Verantwortung und Einfühlsamkeit,
eines Hauskreisleiters und es gibt eben gewisse Bereiche, wo nur ein
Ehepaar Verständnis von hat. In jedem Fall sind sie unter dem
Schirm der Leiterschaft der Gemeinde, das ist klar.
Unter keinen Umständen ist jemand Hauskreisleiter, dessen
Ehepartner noch ungläubig ist. Das ist keine Diskriminierung,
oder Herabsetzung oder Zweifel an jemandes Fähigkeiten, sondern
zum Schutz der Gemeinde und der anvertrauten Menschen darin. Also, ich
könnte mich nicht öffnen im Haus eines Leiters, wo der
nichtchristliche Ehepartner (so nett er auch sein mag) herumläuft.
Ebenso sollte ein Hauskreisleiter kein absolut neuer Christ sein. Vor
allem sollte eine enge offene Bundesbeziehung sprich Freundschaft
bestehen zwischen dem Gemeindeleiter (leitung) und dem
Hauskreisleiter.
Unser Ziel in all dem ist Pflege und Förderung von
Freundschaften innnerhalb der Gemeinde, Ausrüstung der Heiligen
zum Dienst usw. Und vor allem dürfen wir nie aus dem Auge
verlieren - Gemeinde ist Menschen. Nicht Programme, Handzettel, Gebäude
usw. Gemeinde ist Menschen. Und die Gemeinde ist nur so gesund, wie
die Menschen, die sich darin befinden.
Menschen brauchen Aufmerksamkeit und Zuneigung über die ein/zwei
Stunden am Sonntagmorgen hinaus. Ausserdem werden im Hauskreis
Verbindungen geknüpft, die über die Versammlungen hinaus
bestehen und gepflegt werden und der Leiter kann sich den einzelnen
Leuten viel besser widmen.
Und vor allem muss man auch an die Entlastung denken für den
Gemeindeleiter, bzw. das Team der Gemeindeleitung. Schon Mose wurde
von seinem Schwiegervater Jethro in dieser Hinsicht beraten. Soviele
Menschen kamen damals zu ihm um Rat und Rechtsprechung zu erfahren. So
fing er an, Leiterschaft zu delegieren. Auf diese Weise ist die
Gemeindeleitung befreit, sich um die wesentlichen Aufgaben der
Gemeindeleitung zu widmen und sich sogar noch um andre Gemeinden zu kümmern
und ähnliche Konzepte zu implementieren, andre Gemeinden zu
unterstützen im Inland und Ausland und mitzuteilen, was Gott
ihnen aufs Herz gelegt hat, ohne das die Gemeinde gleich auseinanderfällt,
wenn sie ein paar Wochen nicht anwesend sind.
Hauskreise sind also keine Option, sondern integraler Bestandteil
einer gesunden Gemeinde.
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