Wiederherstellung
Wiederherstellung, Restoration, Erneuerung

Eine prophetische Stimme - Oktober 98

Zeit auszubrechen

Wir alle wünschen uns Sicherheit. Die Welt kauft Alarmanlagen, und Video-überwachungssysteme, aber je mehr sich die Leute diese Sachen besorgen, je mehr schliessen sie sich selber ein. Der wahre Preis ihrer Sicherheit ist ein selbst auferlegter Gefängnisaufenthalt.

Gottes Sicherheitssystem funktioniert anders. Seine Sicherheit durch Glaube an Jesus Christus setzt uns frei. Wir können unser Leben der Fürsorge und dem Schutz Gottes anvertrauen, gewurzelt in seiner Freundlichkeit und Weisheit. Aber ob weltliche oder geistliche Sicherheit, es kann uns schnell etwas auf den Fersen folgen - eine Bequemlichkeit und Selbstinteresse, die uns hemmt und blockiert.

Wenn wir einmal Sicherheit erlangt haben, heisst das nicht, wir sollen uns ansiedeln, sondern haben grössere Absichten und Pläne zu erfüllen. Wie Israel in Jesajahs Tagen können wir natürlich einfach weiterpflügen imer dieselbe alte Furche entlang, aber wenn die Jahreszeit, die Saison wechselt, müssen wir aufhören zu pflügen und anfangen zu säen!

Neue Furchen
Es ist aufregend zu sehen, wie Gott in den letzten Jahren neue Gemeinden baut. Es ist grossartig zu wissen, daß wir nicht allein sind, Gott wirkt bei andern auch. Gemeinde pflanzen muss weitergehen, die Welt braucht es, Gott schreibt es vor, aber weitere Gemeinden, in der Art, wie wir sie kennen, ist nicht genug. In all der Liebe, Integrität, Anbetung und Gebet der Gemeinde liegt Sicherheit, aber auch eine lauernde Gefahr. Wir müssen weiterhin örtliche Gemeinde reproduzieren, unser Denken aber auch erweitern, unsere Vision verbreitern. Weitere Furchen sind notwendig, aber auch neue Furchen und neuer Samen ist notwendig.

Wahl - unser freier Wille
Wenn es um die Gesellschaft geht, haben wir unsere rechtmässige Stellung der Herrschaft an der Tür abgegeben. Wir sollen der Kopf sein, nicht der Schwanz. Wenn wir beten und uns für Themen engagieren - rechnet mit Veränderung. Es gibt keinen Grund zu glauben, wir werden nicht der Kopf sein. Gott hat der Gemeinde eine prophetische Aufgabe gegeben, was die Welt angeht und die Geschichte bestätigt, daß es funktioniert, wenn wir den Mund aufmachen.

Nicht zur Wahl einer neuen Partei, sondern auch jetzt sind wir es, die die Themen der Debatte definieren. Wir haben ausserordentlich viel zu sagen zu Themen wie Arbeitslosigkeit, Umwelt, Erziehung Abtreibung, Gentechnologie und natürlich ethische und morlische Themen. Wir müssen den Wind des Geistes auch in diese Bereiche hineinwehen lassen und Prinzipien und Politiken herausfordern. Neuen Samen müssen wir säen und eine Ernte der Gerechtigkeit und des Rechttuns erwarten. - Zeit auszubrechen.

Sprechen unsere Gemeinden eine Sprache, die die Gesellschaft versteht? Haben unsre Gemeinden Modellcharakter? Wieviel Arbeitslose gibt es, wieviele Scheidungen, wieviel Zank und Streit? Sind wir wirklich anders - oder nur ver-rückt?

Über unsern eigenen Zaun hinweg
Unser Anliegen ist es nicht nur Gemeinden zu pflanzen, sondern sie auch zur Reife zu bringen. Wir müssen reproduzieren und erwachsen werden. Das bedeutet auch Mission über unsern eigenen Garten hinaus. Anstatt hierhin zu reisen und dorthin zu reisen, um uns die letzte Salbung abzuholen, sollten wir Gott fragen, Herr, was hast du uns bereits gegeben und dann zu reisen und das an irgendeinem Ort weitergeben und dort Gemeinde zu bauen oder Gemeinde zu unterstützen mit Lehre, Auferbaung, Ermutigung usw. Mehr Salbung wird in unsre Richtung fliessen. Ich glaube nicht, daß es uns an Salbung fehlt, sondern daß es uns daran mangelt, diese weiterzugeben und die Salbung zu nutzen und in ihr zu wandeln.

Dabei geht es nicht darum wie Macdonald die Märkte dieser Welt zu beherrschen, sondern miteinander mit Teams oder Gemeinden, die bereits bestehen in irgendeiner Lokalität zusammenzuarbeiten. Wer Hilfe braucht, der wird Hilfe bekommen. In einem Geist der Demut und gegenseitigen Unterordnung. Unsere Bundesbeziehungen halten uns dabei zusammen wie gut geölte Zahnräder, untereinander zusammenhängend, doch jeder seinen Teil dazu beitragend.

Das Wichtigste in all diesem ist Flexiblität, wir müssen in der Lage sein, uns anzupassen an grössere Herausforderungen und unterschiedliche Situationen, nur so werden wir der Bequemlichkeit entkommen und auch auf einem Flussboot oder in einem berüchtigten Stadtteil in Sicherheit sein.

Tony Morton
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Seite erstellt: 7. 7. 1998 - zuletzt updated: 2. 10. 1998
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