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Wir alle wünschen
uns Sicherheit. Die Welt kauft Alarmanlagen, und Video-überwachungssysteme,
aber je mehr sich die Leute diese Sachen besorgen, je mehr schliessen
sie sich selber ein. Der wahre Preis ihrer Sicherheit ist ein selbst
auferlegter Gefängnisaufenthalt.
Gottes Sicherheitssystem funktioniert anders. Seine Sicherheit durch
Glaube an Jesus Christus setzt uns frei. Wir können unser Leben
der Fürsorge und dem Schutz Gottes anvertrauen, gewurzelt in
seiner Freundlichkeit und Weisheit. Aber ob weltliche oder geistliche
Sicherheit, es kann uns schnell etwas auf den Fersen folgen - eine
Bequemlichkeit und Selbstinteresse, die uns hemmt und blockiert.
Wenn wir einmal Sicherheit erlangt haben, heisst das nicht, wir sollen
uns ansiedeln, sondern haben grössere Absichten und Pläne zu
erfüllen. Wie Israel in Jesajahs Tagen können wir natürlich
einfach weiterpflügen imer dieselbe alte Furche entlang, aber
wenn die Jahreszeit, die Saison wechselt, müssen wir aufhören
zu pflügen und anfangen zu säen!
Neue Furchen
Es ist aufregend zu sehen, wie Gott in den letzten Jahren neue
Gemeinden baut. Es ist grossartig zu wissen, daß wir nicht
allein sind, Gott wirkt bei andern auch. Gemeinde pflanzen muss
weitergehen, die Welt braucht es, Gott schreibt es vor, aber weitere
Gemeinden, in der Art, wie wir sie kennen, ist nicht genug. In all der
Liebe, Integrität, Anbetung und Gebet der Gemeinde liegt
Sicherheit, aber auch eine lauernde Gefahr. Wir müssen weiterhin örtliche
Gemeinde reproduzieren, unser Denken aber auch erweitern, unsere
Vision verbreitern. Weitere Furchen sind notwendig, aber auch neue
Furchen und neuer Samen ist notwendig.
Wahl - unser freier Wille
Wenn es um die Gesellschaft geht, haben wir unsere rechtmässige
Stellung der Herrschaft an der Tür abgegeben. Wir sollen der Kopf
sein, nicht der Schwanz. Wenn wir beten und uns für Themen
engagieren - rechnet mit Veränderung. Es gibt keinen Grund zu
glauben, wir werden nicht der Kopf sein. Gott hat der Gemeinde eine
prophetische Aufgabe gegeben, was die Welt angeht und die Geschichte
bestätigt, daß es funktioniert, wenn wir den Mund
aufmachen.
Nicht zur Wahl einer neuen Partei, sondern auch jetzt sind wir es, die
die Themen der Debatte definieren. Wir haben ausserordentlich viel zu
sagen zu Themen wie Arbeitslosigkeit, Umwelt, Erziehung Abtreibung,
Gentechnologie und natürlich ethische und morlische Themen. Wir müssen
den Wind des Geistes auch in diese Bereiche hineinwehen lassen und
Prinzipien und Politiken herausfordern. Neuen Samen müssen wir säen
und eine Ernte der Gerechtigkeit und des Rechttuns erwarten. - Zeit
auszubrechen.
Sprechen unsere Gemeinden eine Sprache, die die Gesellschaft versteht?
Haben unsre Gemeinden Modellcharakter? Wieviel Arbeitslose gibt es,
wieviele Scheidungen, wieviel Zank und Streit? Sind wir wirklich
anders - oder nur ver-rückt?
Über unsern eigenen Zaun hinweg
Unser Anliegen ist es nicht nur Gemeinden zu pflanzen, sondern sie
auch zur Reife zu bringen. Wir müssen reproduzieren und erwachsen
werden. Das bedeutet auch Mission über unsern eigenen Garten
hinaus. Anstatt hierhin zu reisen und dorthin zu reisen, um uns die
letzte Salbung abzuholen, sollten wir Gott fragen, Herr, was hast du
uns bereits gegeben und dann zu reisen und das an irgendeinem Ort
weitergeben und dort Gemeinde zu bauen oder Gemeinde zu unterstützen
mit Lehre, Auferbaung, Ermutigung usw. Mehr Salbung wird in unsre
Richtung fliessen. Ich glaube nicht, daß es uns an Salbung
fehlt, sondern daß es uns daran mangelt, diese weiterzugeben und
die Salbung zu nutzen und in ihr zu wandeln.
Dabei geht es nicht darum wie Macdonald die Märkte dieser Welt zu
beherrschen, sondern miteinander mit Teams oder Gemeinden, die bereits
bestehen in irgendeiner Lokalität zusammenzuarbeiten. Wer Hilfe
braucht, der wird Hilfe bekommen. In einem Geist der Demut und
gegenseitigen Unterordnung. Unsere Bundesbeziehungen halten uns dabei
zusammen wie gut geölte Zahnräder, untereinander zusammenhängend,
doch jeder seinen Teil dazu beitragend.
Das Wichtigste in all diesem ist Flexiblität, wir müssen in
der Lage sein, uns anzupassen an grössere Herausforderungen und
unterschiedliche Situationen, nur so werden wir der Bequemlichkeit
entkommen und auch auf einem Flussboot oder in einem berüchtigten
Stadtteil in Sicherheit sein.
Tony Morton |