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Dieser Tage erleben wir
eine Ausgiessung des Hl. Geistes, wohl einmalig in der
Kirchengeschichte. In jedem Land und jeder Denomination füllt ein
neuer Geist der Liebe, der Anbetung und Wiederherstellung die Herzen
der Menschen. Wir haben heute mit Leuten Gemeinschaften, denen wir vor
ein paar Jahren noch reichlich aus dem Weg gegangen sind, aber wir
erkennen heute in ihnen die Gegenwart Gottes.
Dennoch bliebt in vielen noch ein Hunger nach Wiederherstellung all
dessen, was der Herr für uns hat als Gemeinde. Es liegt ein
Ahnung in der Luft, daß das Werk des Hl. Geistes erst vollständig
ist, wenn wir "getauft sind in einen Leib". Bevor dies
jedoch geschieht, wie können wir uns davor bewahren, daß
das was Gott heute tun wird, morgen zur Institution verkrustet? So
erneuert und frisch es auch sein mag, wenn wir es innerhalb unsrer
eigenen Kreise festhalten, wird genau das geschehen. Wir müssen
bereit sein für weitere Schritte, die der Geist mit uns geht, um
zu verhindern, daß unsre Vision zu einem Grabstein wird für
eine Generation, die auch nicht weiser war als ihre Vorfahren.
Der Status Quo
"So haben wir es schon immer gemacht..."
"Alles wäre viel leichter, wenn sie uns beitreten würden..."
Auf diese Weise gibt es keinen Fortschritt und keine Bewegung. Solch
ein Anfang landet geradewegs wieder in einer Sackgasse.
Ich muss mit Gott anfangen. Wenn "Jesus der Herr" ist, muß
ich mit Veränderung rechnen. Gottes Veränderungen, die die
gegenwärtige getrennte Situation zur Einheit bringt. Gottes Plan
ist "Wiederherstellung und Verwirklichung all dessen, wovon die
Propheten gesprochen haben" nicht das Aufpolieren meiner
Gruppe oder Institution.
Gottes Antwort
Gott hat uns in Epheser 4 den Weg gezeigt.
Verse 1-6 geben uns die Grundlage der Einheit. "...es ist ein
Leib, ein Geist..." usw.
Verse 6-17 zeigen uns die Mittel zur Einheit Die Gabe des Hl. Geistes
vom erhöhten Christus, die durch die Dienste wirkt, die in der
Gemeinde gesetzt sind.
Vers 12 erreicht: Das Funktionieren jedes Teils des Körpers. "...damit
die Heiligen für ihren Dienst zugerüstet werden..."
Einheit wird nicht erreicht, indem du meiner Gemeinde beitritts oder
ich deiner. Einheit hat mit vereinigt sein im Leben des Geistes zu
tun. Das gleiche Namensschild zu tragen oder in der gleichen
Stuhlreihe zu sitzen, macht uns nicht eins. Es geschieht, wenn wir
einander etwas bedeuten. Wenn wir anfangen uns gegenseitig zu lieben,
zu teilen, helfen, aufbauen und einander zu dienen. Wenn wir eins
sind, kann ich nicht mehr ohne dich sein und du nicht mehr ohne mich.
Mit-teilen
"Wir haben soviel gemeinsam - warum können wir nicht eins
sein." Evangelikal zu sein, oder charismatisch oder sonstwas wird
uns nicht eins machen. Verteidigungen müssen heruntergelassen
werden, Herzen geöffnet und Leben miteinander geteilt werden im
Hl. Geist. Wie in der Ehe ist Einheit ist das Teilen zweier Leben und
das Verschmelzen der beiden zu eins. Die Heiratsurkunde sagt, ich bin
mit meiner Frau verheiratet, aber erst das gemeinsame Leben macht dies
zu einer Realität. Komitees kommen zusammen, um die Möglichkeit
Gemeinden zu vereinigen zu diskutieren. Es reicht nicht zu sagen,
wir sind eins.
Leute kommen zuerst
Hingabe geschieht in erster Linie an Menschen, die gemeinsame Arbeit
kommt an zweiter Stelle. Wenn unsere Beziehung zu Menschen an erster
Stelle steht, dann können wir in jedem Zusammenhang miteinander
Gemeinschaft haben. Wenn jedoch unsere Gemeindezugehörigkeit an
erster Stelle steht, können wir nur innerhalb dieses Systems
tiefere Gemeinschaft haben und die Gesamtgemeinde wird weiterhin
getrennt sein. Identität selbst trägt nicht den Samen des
Getrenntseins. Wenn jedoch die Identität einer Arbeit wichtiger
wird, als die Identität der Menschen darin, dann fängt
Trennung an. Dann haben wir eine Institution statt einen Ausdruck des
Lebens erstellt. Eine Gemeinde, Arbeit, Versammlung oder Team ist
geistlich von Wert nur solange, wie sie eine Auswirkung echter
Beziehung zwischen Menschen ist, die im Hl. Geist miteinander
fliessen. Wenn unsere Arbeit unantastbar und unveränderbar
gworden ist, "wir haben es immer so gemacht" kann unsere
weitere Beziehung nur innerhalb dieses Systems sich vollziehen. Bei
einem Konflikt von Loyalitäten wird unsere Beziehung zu Menschen
ausserhalb des Systems leiden, obwohl unsere wahren Überzeugungen
und Sympatien sich vielleicht dort befinden. Wir müssen über
unsere augenblicklichen Engagements hinausdenken und -leben, fortwährend
auf der Suche nach einem grösseren Ausdruck unseres gemeinsamen
Lebens.
Was Gott heute sagt
Wenn wir Gelenke und Glieder sein wollen im Körper (Leib)
Christi, muß unsere gegenseitige Liebe und Hingabe unverrückbar,
nicht zu schütteln sein. Von dieser Grundlage aus können wir
zusammen einen Ausdruck des gemeinsamen Lebens finden, der bereit ist
zu hören auf das, was Gott heute redet. Sind unsere Arbeit und
Leben nicht flexibel, hören wir uns bald die Botschaft letzten
Jahres reden und wir wundern uns, was mit der Salbung geschah.
Manchmal sagen Leute, ich gehöre zu dieser Gemeinde, oder jender
oder zu den Charismatikern. Meine Beziehung ist mit Menschen und das
wird auch so bleiben, selbst wenn diese Dinge nicht mehr existieren.
Leiter sind verantwortlich
Die Trennungen der Gemeinde in Korinth drehten sich hauptsächlich
um Leiter und das Thema der Leiterschaft. Die Leute trennten sich in
Kliquen, je nachdem welchen Leiter sie vorzogen, was zu ziemlichen
Streitigkeiten untereinander führte. 1.Kor1,11. Später kamen
noch selbsternannte Apostel hinzu und verlangten Unterordnung unter
ihre "überlegenen" Offenbarungen. Viele Trennungen in
der Gemeinde drehten sich um die Persönlichkeit oder Doktrin
(Lehre) von Leitern, manche haben dabei ihre Nachfolger nach aussenhin
abgeschottet. Leiter tragen Verantwortung für die Art und Weise,
wie Leute ihnen folgen. Paulus stellte auf der Stelle sicher, daß
es keine Paulus-Gruppe gab, die andere ausschloss.
Beziehungen sind der Schlüssel
Während Ausschliessen trennt, ist lockere Hingabe zu niemanden
besonders auch nicht in der Lage Einheit zu schaffen. Viele Jahre
redet der Hl. Geist nun schon darüber "Beziehungen
einzugehen". Verschiedene Leiter sind daher feste Beziehungen
untereinander eingegangen, innerhalb ihrer Gemeinden haben die Glieder
feste Beziehungen untereinander und mit ihren Leitern. Diese festen
Beziehungen müssen jedoch offen genug sein nach aussen hin, um
neue Beziehungen zu erlauben sich zu entwickeln, in der gleichen Weise
wie die ersten begannen. Die gegenwärtigen Beziehungen werden
gepflegt, aber gleichzeitig werden neue Beziehungen entwickelt und
zwar ohne Forderungen zu stellen, sondern es muss Zeit gegeben werden,
sich kennenzulernen.
An die Arbeit
Wie in einer Ehe müssen wir der Versuchung wehren, jetzt haben
wir eine Beziehung und bemühen uns nicht weiter. Es gibt noch
viel zu tun. Wie oft haben sich Leiter und Gemeinden versammelt und
getroffen, aber es ist nichts Nachhaltiges geschehen. Es war eine
Begegnung, wo sich niemand wirklich begegnet ist. Wir können
Einheit nicht herbeireden, herbeipredigen oder denken, wenn wir
Kompromisse schliessen wird Einheit kommen. Aber wenn Leiter sich
treffen, sich "wirklich begegnen" und ihr Leben miteinander
teilen, dann bereiten sie den Weg für Gott, sie eins zu machen.
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