Wiederherstellung
Wiederherstellung, Restoration, Erneuerung

Eine prophetische Stimme - September 98

Schritte zur Einheit

Dieser Tage erleben wir eine Ausgiessung des Hl. Geistes, wohl einmalig in der Kirchengeschichte. In jedem Land und jeder Denomination füllt ein neuer Geist der Liebe, der Anbetung und Wiederherstellung die Herzen der Menschen. Wir haben heute mit Leuten Gemeinschaften, denen wir vor ein paar Jahren noch reichlich aus dem Weg gegangen sind, aber wir erkennen heute in ihnen die Gegenwart Gottes.
Dennoch bliebt in vielen noch ein Hunger nach Wiederherstellung all dessen, was der Herr für uns hat als Gemeinde. Es liegt ein Ahnung in der Luft, daß das Werk des Hl. Geistes erst vollständig ist, wenn wir "getauft sind in einen Leib". Bevor dies jedoch geschieht, wie können wir uns davor bewahren, daß das was Gott heute tun wird, morgen zur Institution verkrustet? So erneuert und frisch es auch sein mag, wenn wir es innerhalb unsrer eigenen Kreise festhalten, wird genau das geschehen. Wir müssen bereit sein für weitere Schritte, die der Geist mit uns geht, um zu verhindern, daß unsre Vision zu einem Grabstein wird für eine Generation, die auch nicht weiser war als ihre Vorfahren.

Der Status Quo
"So haben wir es schon immer gemacht..."
"Alles wäre viel leichter, wenn sie uns beitreten würden..."
Auf diese Weise gibt es keinen Fortschritt und keine Bewegung. Solch ein Anfang landet geradewegs wieder in einer Sackgasse.
Ich muss mit Gott anfangen. Wenn "Jesus der Herr" ist, muß ich mit Veränderung rechnen. Gottes Veränderungen, die die gegenwärtige getrennte Situation zur Einheit bringt. Gottes Plan ist "Wiederherstellung und Verwirklichung all dessen, wovon die Propheten gesprochen haben" nicht das Aufpolieren meiner Gruppe oder Institution.

Gottes Antwort
Gott hat uns in Epheser 4 den Weg gezeigt.
Verse 1-6 geben uns die Grundlage der Einheit. "...es ist ein Leib, ein Geist..." usw.
Verse 6-17 zeigen uns die Mittel zur Einheit Die Gabe des Hl. Geistes vom erhöhten Christus, die durch die Dienste wirkt, die in der Gemeinde gesetzt sind.
Vers 12 erreicht: Das Funktionieren jedes Teils des Körpers. "...damit die Heiligen für ihren Dienst zugerüstet werden..."
Einheit wird nicht erreicht, indem du meiner Gemeinde beitritts oder ich deiner. Einheit hat mit vereinigt sein im Leben des Geistes zu tun. Das gleiche Namensschild zu tragen oder in der gleichen Stuhlreihe zu sitzen, macht uns nicht eins. Es geschieht, wenn wir einander etwas bedeuten. Wenn wir anfangen uns gegenseitig zu lieben, zu teilen, helfen, aufbauen und einander zu dienen. Wenn wir eins sind, kann ich nicht mehr ohne dich sein und du nicht mehr ohne mich.

Mit-teilen
"Wir haben soviel gemeinsam - warum können wir nicht eins sein." Evangelikal zu sein, oder charismatisch oder sonstwas wird uns nicht eins machen. Verteidigungen müssen heruntergelassen werden, Herzen geöffnet und Leben miteinander geteilt werden im Hl. Geist. Wie in der Ehe ist Einheit ist das Teilen zweier Leben und das Verschmelzen der beiden zu eins. Die Heiratsurkunde sagt, ich bin mit meiner Frau verheiratet, aber erst das gemeinsame Leben macht dies zu einer Realität. Komitees kommen zusammen, um die Möglichkeit Gemeinden zu vereinigen zu diskutieren. Es reicht nicht zu sagen, wir sind eins.

Leute kommen zuerst
Hingabe geschieht in erster Linie an Menschen, die gemeinsame Arbeit kommt an zweiter Stelle. Wenn unsere Beziehung zu Menschen an erster Stelle steht, dann können wir in jedem Zusammenhang miteinander Gemeinschaft haben. Wenn jedoch unsere Gemeindezugehörigkeit an erster Stelle steht, können wir nur innerhalb dieses Systems tiefere Gemeinschaft haben und die Gesamtgemeinde wird weiterhin getrennt sein. Identität selbst trägt nicht den Samen des Getrenntseins. Wenn jedoch die Identität einer Arbeit wichtiger wird, als die Identität der Menschen darin, dann fängt Trennung an. Dann haben wir eine Institution statt einen Ausdruck des Lebens erstellt. Eine Gemeinde, Arbeit, Versammlung oder Team ist geistlich von Wert nur solange, wie sie eine Auswirkung echter Beziehung zwischen Menschen ist, die im Hl. Geist miteinander fliessen. Wenn unsere Arbeit unantastbar und unveränderbar gworden ist, "wir haben es immer so gemacht" kann unsere weitere Beziehung nur innerhalb dieses Systems sich vollziehen. Bei einem Konflikt von Loyalitäten wird unsere Beziehung zu Menschen ausserhalb des Systems leiden, obwohl unsere wahren Überzeugungen und Sympatien sich vielleicht dort befinden. Wir müssen über unsere augenblicklichen Engagements hinausdenken und -leben, fortwährend auf der Suche nach einem grösseren Ausdruck unseres gemeinsamen Lebens.

Was Gott heute sagt
Wenn wir Gelenke und Glieder sein wollen im Körper (Leib) Christi, muß unsere gegenseitige Liebe und Hingabe unverrückbar, nicht zu schütteln sein. Von dieser Grundlage aus können wir zusammen einen Ausdruck des gemeinsamen Lebens finden, der bereit ist zu hören auf das, was Gott heute redet. Sind unsere Arbeit und Leben nicht flexibel, hören wir uns bald die Botschaft letzten Jahres reden und wir wundern uns, was mit der Salbung geschah. Manchmal sagen Leute, ich gehöre zu dieser Gemeinde, oder jender oder zu den Charismatikern. Meine Beziehung ist mit Menschen und das wird auch so bleiben, selbst wenn diese Dinge nicht mehr existieren.

Leiter sind verantwortlich
Die Trennungen der Gemeinde in Korinth drehten sich hauptsächlich um Leiter und das Thema der Leiterschaft. Die Leute trennten sich in Kliquen, je nachdem welchen Leiter sie vorzogen, was zu ziemlichen Streitigkeiten untereinander führte. 1.Kor1,11. Später kamen noch selbsternannte Apostel hinzu und verlangten Unterordnung unter ihre "überlegenen" Offenbarungen. Viele Trennungen in der Gemeinde drehten sich um die Persönlichkeit oder Doktrin (Lehre) von Leitern, manche haben dabei ihre Nachfolger nach aussenhin abgeschottet. Leiter tragen Verantwortung für die Art und Weise, wie Leute ihnen folgen. Paulus stellte auf der Stelle sicher, daß es keine Paulus-Gruppe gab, die andere ausschloss.

Beziehungen sind der Schlüssel
Während Ausschliessen trennt, ist lockere Hingabe zu niemanden besonders auch nicht in der Lage Einheit zu schaffen. Viele Jahre redet der Hl. Geist nun schon darüber "Beziehungen einzugehen". Verschiedene Leiter sind daher feste Beziehungen untereinander eingegangen, innerhalb ihrer Gemeinden haben die Glieder feste Beziehungen untereinander und mit ihren Leitern. Diese festen Beziehungen müssen jedoch offen genug sein nach aussen hin, um neue Beziehungen zu erlauben sich zu entwickeln, in der gleichen Weise wie die ersten begannen. Die gegenwärtigen Beziehungen werden gepflegt, aber gleichzeitig werden neue Beziehungen entwickelt und zwar ohne Forderungen zu stellen, sondern es muss Zeit gegeben werden, sich kennenzulernen.

An die Arbeit
Wie in einer Ehe müssen wir der Versuchung wehren, jetzt haben wir eine Beziehung und bemühen uns nicht weiter. Es gibt noch viel zu tun. Wie oft haben sich Leiter und Gemeinden versammelt und getroffen, aber es ist nichts Nachhaltiges geschehen. Es war eine Begegnung, wo sich niemand wirklich begegnet ist. Wir können Einheit nicht herbeireden, herbeipredigen oder denken, wenn wir Kompromisse schliessen wird Einheit kommen. Aber wenn Leiter sich treffen, sich "wirklich begegnen" und ihr Leben miteinander teilen, dann bereiten sie den Weg für Gott, sie eins zu machen.

 Hauptseite
Erweckung in Deutschland | Feuerflamme - Suchmaschine

Seite erstellt: 7. 7. 1998 - zuletzt updated: 14. 7. 1998
(c) 1997, 1998 copyright of these pages by Robert Strakovits. All rights reserved.